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Was ist eine altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Was ist eine altersabhängige Makuladegeneration?

Die altersabhängige Makuladegeneration ist eine chronische, fortschreitende Augenerkrankung der Netzhaut und ist die häufigste Ursache für einen schweren Sehverlust bei Erwachsenen > 50 Jahren in der westlichen Welt. Es kommt zu einem Zelluntergang im Bereich der Makula, dem Ort des schärfsten Sehens im Auge. Dadurch entsteht unscharfes, verzerrtes Sehen, besonders im zentralen Bereich. Die Beeinträchtigung kann so weit gehen, dass die betroffene Person alltägliche Tätigkeiten wie Einkaufen, Lesen oder Autofahren nicht mehr alleine bewältigen kann.

Etwa ein Fünftel der Menschen im Alter zwischen 70 und 74 Jahren haben eine Form der AMD, bei Menschen im Alter von 85 Jahren oder älter steigt der Anteil auf fast die Hälfte.

Man unterscheidet die so genannte trockene von der feuchten Form der AMD.

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Gibt es Anzeichen für eine Makuladegeneration?

Im Anfangsstadium merken Sie meist nichts, denn eine AMD ist nicht schmerzhaft. Die Sehschärfe im erkrankten Auge ist meist noch gut erhalten, häufig sorgt das gesunde Auge noch eine Weile für den Ausgleich der Ausfälle am erkrankten Auge. Oft bemerken Sie eine Makuladegeneration erst in einem späteren Stadium.

Mögliche frühe Zeichen der Erkrankung:

  • Zunehmende Probleme beim Lesen bei schlechter Beleuchtung und bei der Anpassung an die Dunkelheit
  • Gerade Linien erscheinen gebogen
  • Verschwommenes, unscharfes Sehen, verzerrte Bilder (so genannte Metamorphopsien)
  • Farben erscheinen schwächer
  • Im Zentrum des Gesichtsfeldes nimmt man nichts mehr wahr oder es erscheint ein grauer Fleck (ein so genanntes Skotom)
  • Gesichter verschwimmen und können nicht mehr erkannt werden

Wenn Sie eines dieser Zeichen bei sich bemerken, sollten Sie zu einem Augenarzt gehen, denn je früher eine AMD festgestellt wird, desto besser sind die Chancen, das Fortschreiten der Erkrankung durch eine geeignete Therapie aufzuhalten.

(Der Visionssimulator ist nicht barrierefrei.)

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Welches sind die Merkmale einer trockenen AMD?

Bei 90 % aller Patienten, die an einer AMD leiden, liegt eine trockene AMD vor. Ab dem 60. Lebensjahr leidet ca. jeder Vierte an einer trockenen AMD. Die trockene AMD verläuft sehr langsam. Allmählich – manchmal über Jahrzehnte hinweg – nehmen Ablagerungen unter der Netzhaut, die so genannten Drusen, an Zahl und Größe zu. Zellen der Netzhaut werde in diesen Bereichen langsam zerstört. Wenn die Ablagerungen die Makula, den Ort des schärfsten Sehens, einbeziehen, verschlechtert sich das Sehvermögen merklich.

Auch wenn die Krankheit anfangs nur ein Auge betrifft, besteht die Gefahr, dass das andere Auge mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb der nächsten Jahre auch erkrankt.

Die trockene AMD kann bei 20-30 % der betroffenen Patienten in eine feuchte Form übergehen. Deshalb sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig, mindestens ein- bis zweimal jährlich sollte der behandelnde Arzt aufgesucht werden.

(Der Visionssimulator ist nicht barrierefrei.)

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Welches sind die Merkmale einer feuchten AMD?

Die feuchte AMD ist die Form, die das Sehvermögen wesentlich stärker bedroht. Der Verlauf ist schneller und aggressiver. Jedoch ist diese Form auch sehr viel seltener: Von den über 60-Jähringen sind ca. 5 % von einer feuchten AMD betroffen.

Typisch für die feuchte AMD: Krankhafte Blutgefäße wachsen unkontrolliert in die Netzhaut ein. Blut und Flüssigkeit können austreten und die Netzhaut schädigen.
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