Inhalt
Fachbegriffe
- Amsler-Gitter
- Antioxidanzien
- Drusen
- Fluoreszenz-Angiographie
- Fundus
- Geografische Atrophie
- Indocyaningrün-(ICG)-Angiographie
- Makula
- Netzhaut: Retina
- Ophthalmoskop
- Optische Kohärenztomographie
- Retinales Pigmentepithel
- Spaltlampe
- VEGF
Amsler-Gitter
Das Amsler-Gitter ist ein einfacher Selbsttest zur Früherkennung von Netzhauterkrankungen. Sie können ein solches Gitter aus gedruckten senkrechten und waagerechten Linien mit nach Hause nehmen und regelmäßig betrachten. So können Sie Ihr Sehvermögen überprüfen und gleich erkennen, wenn sich etwas verändert. Am besten bringen Sie das Amsler-Gitter am Badezimmerspiegel oder der Kühlschranktür an, damit Sie oft daran erinnert werden. [Weitere Informationen zum Amsler-Gitter]
Antioxidanzien
Antioxidanzien sind Stoffe wie Vitamin E, C und Karotinoide, von denen man annimmt, dass sie Zellen vor Schäden durch giftige Stoffwechselprodukte schützen.
Drusen
Drusen sind weißlich-gelbe Ablagerungen unter der Pigment-Schicht
der Netzhaut. Sie sind nicht nur Vorläufer der AMD,
sondern insgesamt im Alter sehr häufig. Drusen
können unterschiedlich groß sein und man unterscheidet auch
noch harte von weichen Drusen. Es gibt Drusen mit bestimmten Merkmalen,
die zur Entwicklung einer choroidalen Neovaskularisation CNV führen:
Große, weiche Drusen bergen das
höchste Risiko, dass sich eine feuchte AMD entwickelt.
Drusen sind ein charakteristisches Zeichen für die trockene AMD.
Es gibt mehrere Untersuchungsmethoden, mit denen der Augenarzt den Augenhintergrund
betrachten kann.
Fluoreszenzangiographie
Wenn sich bei der Betrachtung des Augenhintergrunds Blut oder krankhafte Gefäße CNV im Bereich der Makula zeigen, wird eine Fluoreszenzangiographie durchgeführt. Der Farbstoff wird in die Armvene gegeben. Es verteilt sich in der Blutbahn und damit auch in den Aderhaut-, später in den Netzhautgefäßen des Auges. Unter blauem Licht leuchtet das Fluoreszein. Dies ermöglicht eine bessere Sicht auch auf kleinste Blutgefäße der Netzhaut bei der Fotografie des Augenhintergrunds. Man macht Serienaufnahmen, da der Farbstoff erst nach und nach die Gefäße des Auges erreicht.
Fundus
Fundus ist ein anderes Wort für den Augenhintergrund mit Netzhaut, Makula und Blutgefäßen.
Geografische Atrophie
- Die geografische Atrophie ist ein Gewebsuntergang des Retinalen Pigmentepithels, einer zarten Schicht der Netzhaut. Dies führt zum deutlichen Sehverlust und ist an Flecken in der Netzhaut zu erkennen. Die geografische Atrophie tritt bei der trockenen AMD auf und kann dazu führen, dass es zu krankhaften Gefäßeinsprossungen und damit zu einer feuchten AMD kommt.
Indocyaningrün-(ICG)-Angiographie
Diese Methode wird bei schwer abgrenzbaren Rändern der Läsionen eingesetzt. Man verwendet dazu einen Farbstoff, durch den die Blutgefäße besser sichtbar werden. Diese Untersuchung wird seltener durchgeführt als die Fluoreszenz-Angiographie. In der ICG-Angiographie werden die Gefäße der Aderhaut deutlich sichtbar.
Makula
Die Makula (oder Fovea centralis) ist ein gelber Fleck am Augenhintergrund. Die Makula ist ein Teil der Netzhaut mit einem Durchmesser von 1,5 mm. Sie enthält die wichtigsten Sinneszellen des Auges, die Zapfen, und ermöglicht es, scharf zu sehen, z. B. Buchstaben beim Lesen. Was wir über die Makula sehen, liegt im Mittelpunkt unseres Blickfeldes.
Netzhaut
Die Netzhaut (lateinisch Retina) ist die lichtempfindliche Schicht an der hinteren Innenseite des Auges, dem so genannten Augenhintergrund. Hier wird das Licht von Sinneszellen aufgenommen und in Nervenimpulse umgewandelt, die dann über den Sehnerv ins Gehirn weiter geleitet werden.
Ophthalmoskop
Ein Ophthalmoskop ist ein Gerät, mit dem der Arzt den Augenhintergrund betrachten kann.
Optische Kohärenztomographie
Es handelt sich um ein Laserverfahren zur Bestimmung der Netzhautdicke. Das Untersuchungsgerät liefert Querschnittsbilder der Netzhaut und des Sehnervs. Das Auge wird mit Licht einer ganz bestimmten Wellenlänge bestrahlt. Auf diese Weise werden besonders Flüssigkeitsansammlungen unter der Netzhaut und in der Makula sichtbar.
Retinales Pigmentepithel
Das ist die äußere Schicht der Netzhaut, die wichtig für die Aufnahme von Licht und die "Entsorgung" abgestoßener Lichtrezeptorstellen ist. Außerdem bildet diese Schicht die äußere Blut-Retina-Schranke, d. h. sie lässt nur kleinste Teilchen vom Blut in die Netzhaut durch.
Spaltlampe
Eine Spaltlampe ist ein auf einem Tisch befestigtes Mikroskop mit einer speziellen Lichtquelle. Sie ermöglicht dem Untersucher die Betrachtung der Strukturen des vorderen und hinteren Augenabschnitts.
VEGF
VEGF ist die Abkürzung des englischen Begriffs "Vascular endothelial growth factor". VEGF ist einer der wichtigsten Wachstumsfaktoren, die die Entwicklung von neuen Blutgefäßen regulieren. VEGF regt das Gefäßwachstum an und beeinflusst die Durchlässigkeit der Blutgefäße, d. h. wie viel Flüssigkeit aus den Blutgefäßen ins umgebende Gewebe austreten kann. Die Bildung von VEGF wird normalerweise so geregelt, dass das Wachstum kontrolliert verläuft. Blut- und Sauerstoffmangel und weitere bisher unbekannte Faktoren können aber bewirken, dass vermehrt VEGF ausgeschüttet wird. Dann kommt es zu einem krankhaften und vermehrten Wachstum von Blutgefäßen, die besonders durchlässig für Flüssigkeit sind.