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Behandlung mit einem injizierten VEGF-Hemmstoff

Was ist der VEGF?

Der vaskuläre endotheliale Wachstumsfaktor VEGF spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung der feuchten AMD.

VEGF ist einer der wichtigsten Wachstumsfaktoren, die das Entstehen von neuen Blutgefäßen regulieren. VEGF regt das Wachstum neuer Blutgefäße an. Diese können durchlässig werden, sodass Flüssigkeit austreten kann. Die Bildung von VEGF wird normalerweise so geregelt, dass das Wachstum kontrolliert verläuft. Wenn VEGF vermehrt ausgeschüttet wird, kommt es zu einem krankhaften Wachstum von Blutgefäßen, die besonders durchlässig für Flüssigkeit sind.

Es gibt verschiedene Unterformen von VEGF. Bei der feuchten AMD spielt die Unterform VEGF165 eine besondere Rolle.

Was bewirkt der VEGF-Hemmstoff?

Das Arzneimittel vermindert den fortschreitenden Sehverlust bei feuchter AMD.

Ein VEGF-Hemmstoff ist ein Medikament gegen die feuchte AMD, das ins Auge gespritzt wird. Es wirkt also direkt vor Ort und hemmt einen bestimmten Stoff (VEGF165), der für das Wachstum der Blutgefäße verantwortlich ist. So verhindert er, dass weitere krankhafte Blutgefäße wuchern. Im Gegensatz zur herkömmlichen Behandlung mit dem Laser, der immer auch umgebendes, gesundes Gewebe schädigt, werden mit Medikamenten, die die Gefäßeinsprossung hemmen, umgebende Bezirke geschont.

Verwandte Fragen:

Welche Vorteile hat die Injektion?

Ein Vorteil ist, dass der Wirkstoff direkt an die Stelle gelangt, an der er wirken soll.

Würden Sie den Wirkstoff in Form von Tabletten einnehmen, müsste die Dosis viel höher sein, weil die Netzhaut immer nur geringe Mengen der Substanz aus dem Blut aufnimmt. Darüber hinaus wäre auch der restliche Körper dem Wirkstoff ausgesetzt, es könnte zu verstärkten Nebenwirkungen kommen.
Würde man die Substanz direkt auf die Hornhaut des Auges auftragen, würde sie auch nur in begrenztem Maße aufgenommen.

Informationen zu Risiken und Nebenwirkungen:

Gebrauchsinformation:

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Verwandte Fragen:

Bei welchen Patienten kann die Spritze eingesetzt werden?

Der VEGF-Hemmstoff wird zur Behandlung der feuchten Form der AMD eingesetzt.

Vermeiden sollte man die Spritze, wenn:

  • eine Augeninfektion vorliegt oder der Arzt eine solche vermutet,
  • wenn Sie unter erhöhtem Augeninnendruck leiden (grüner Star, Glaukom)
  • oder wenn Sie Medikamente nehmen, die die Immunabwehr beeinträchtigen.

Bevor Sie eine Injektion erhalten, muss geklärt sein, dass keine Augenentzündung vorliegt und keine Überempfindlichkeitsreaktionen gegen den Wirkstoff, der injiziert wird, vorliegt.

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Wie läuft der Eingriff ab?

Prinzipiell ist die Injektion ambulant möglich. Der Arzt gibt Ihnen Augentropfen, um die Pupillen zu erweitern. So bekommt er einen guten Einblick ins Auge. Sie bekommen ein Betäubungsmittel in das Auge getropft. Der Arzt legt ein steriles Tuch über Ihr Gesicht mit einem Loch für das Auge. Dann werden Augenlider, Bindehaut und die Umgebung des Auges gereinigt und desinfiziert. Der Arzt trägt keimfreie (sterile) Handschuhe und verwendet nur steriles Material. Die Augenlider werden mit einem sterilen Instrument aufgehalten. Dann spritzt der Arzt Ihnen das Medikament ins Auge. Der Einstich selbst ist i. d. R. nicht schmerzhaft.

Der Wirkstoff muss alle 6 Wochen ins Auge gespritzt werden.

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Welche Untersuchungen sind nach dem Eingriff notwendig?

Der Augenarzt prüft Ihre Sehfähigkeit und kontrolliert den Druck im Auge 30 und 60 Minuten nach dem Eingriff. Der Druck im Auge kann durch die Spritze kurzzeitig ansteigen. Sollte er erhöht sein, wird der Arzt ihn behandeln.

Am Tag nach der Operation sollte eine augenärztliche Kontrolle stattfinden, mit Augendruckmessung und Untersuchung des Augenhintergrunds. Je nachdem, welcher Befund vorliegt, bestimmt der Augenarzt, wann die nächste Kontrolle durchgeführt werden soll.

Er bespricht mit Ihnen, auf welche Zeichen einer Infektion Sie achten müssen und vereinbart mit Ihnen weitere Kontrolltermine, die Sie unbedingt einhalten sollten.

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Worauf muss ich nach dem Eingriff achten?

Es kann im Anschluss an die Injektion ins Auge insbesondere zu verschwommenem Sehen kommen. Lenken Sie keine Fahrzeuge und bedienen Sie keine Maschinen, solange dieses Symptom nicht abgeklungen ist.
Der Arzt wird Sie darauf hinweisen, bei Zeichen, die auf eine Entzündung hindeuten, sofort Kontakt zu ihm aufzunehmen. Verdächtige Zeichen können sein: Eine Rötung des Auges, Schmerzen oder Lichtempfindlichkeit oder eine Änderung des Sehvermögens.

Gehen Sie zu den Kontrolluntersuchungen, auch wenn Sie keine Beschwerden haben.

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Einige Gründe, wann ich meinen Augenarzt aufsuchen muss:

Gelegentlich kann nach der Behandlung mit dem Wirkstoff eine Infektion im Inneren des Auges auftreten. Eine solche Infektion muss früh erkannt und behandelt werden. Bitte benachrichtigen Sie Ihren Arzt sofort, wenn Sie folgende Zeichen feststellen:

  • Augenschmerzen oder verstärkte Augenbeschwerden
  • Verschlechterung einer Augenrötung
  • Verschwommenes oder verschlechtertes Sehen
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • Größere Anzahl kleiner Teilchen in Ihrem Sehfeld.

Wenn Ihr Augenarzt nicht erreichbar ist, wenden Sie sich bitte unverzüglich an einen augenärztlichen Notdienst.

Verwandte Fragen:

Mit welchen Nebenwirkungen muss ich rechnen?

Zu Risiken und Nebenwirkungen und weiteren Informationen:

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